May 24
Wo liegt das Problem? - Die Utopie des Internet und die Finanzen
Dass ein (Medien-) Unternehmen versucht, die Inhalte, die es im
Internet veröffentlicht, auf irgendeine Weise zu refinanzieren, ist
doch das normalste von der Welt. Ob das nun über Online-Werbung
funktioniert (oder nicht funktioniert) oder über Paid Content, ist i.
W. eine strategische Entscheidung des Unternehmens. Niemand wird
gezwungen, die Inhalte zu lesen und Banner anzuschauen oder gar
anzuklicken oder sich für Bezahlinhalte anzumelden und für die
abgerufenen Inhalte zu bezahlen. Dass es möglich ist, die
werbebasierten Inhalte auch mit Textbrowsern abzurufen, ohne die Banner
zu sehen, liegt zwar sicher nicht im Interesse dieser Medien, ist aber
unterkritisch und wird deshalb auch in Kauf genommen.
Für mich ist das Schöne am Internet, dass neben kommerziellen Inhalten
jeder Schreiber die Möglichkeit hat, seine Meinung zu veröffentlichen.
Das macht aber weder ihn noch seine Inhalte aber nicht besser oder
schlechter als die der kommerziellen Anbieter.
Immer wieder poppt der Punkt auf, dass der arme Nutzer ja schon
Hardware und Zugang bezahlen muss und deshalb die Inhalte gefälligst
kostenlos zu sein haben. Problem ist: Von dem,was für Hardware und
Zugang bezhalt wird, hat das Medienunternehmen leider gar nichts. Der
Zeitungsverkäufer am Kiosk schaut mich auch immer verwundert an, wenn
ich sage, dass ich für die Zeitung nicht bezahlen will, weil ich
schliesslich für die S-Bahn-Fahrt zum Kiosk bereits bezahlt habe.
So wies aussieht, werden in den nächsten Monaten zahlreiche
werbebasierte Angebote eingehen, aber auch einige überleben. Das ein
oder andere Angebot wird es schaffen, Leser zu finden, die für die
Inhalte bezahlen. Hoffentlich gibts auch weiterhin genug engagierte
Internet-User, die ihr Knowhow for free anbieten. Und genau das sagt
der Heise-Artikel.
Also nochmal: Wo liegt das Problem?
[…] finanzenWir leben hier in der (mehr oder weniger) freien Marktwirtschaft. > > Dort > > geht es nach Angebot und Nachfrage. Und wenn niemand euern Mist > > zahlen > > will, dann gibt es auch kein Geld. > > Komischerweise will aber jeder unseren “Mist” lesen! Die meisten > nehmen > dann auch in Kauf, ein paar Banner zu sehen. Aber es gibt immer > wieder > Parasiten, denen selbst das zuviel ist. Also: Die Nachfrage ist da, > das > Angebot auch - nur manche wollen das Angebot auch noch für lau. > Du verwechselst da was. Ihr werdet nicht gelesen, weil ihr ihr seid, sondern weil ihr da seit. Wenn ihr nicht da waert würde ein anderer euren Job machen. Wenn sich kein anderer fände waeren eure Inhalte offenbar nicht wichtig genug. So einfach ist das. Gruss […]